Die BWA verstehen und nutzen

Die versteckten Osterschätze in betriebswirtschaftlichen Kennzahlen

30.03.2026

Suchen Sie an Ostern nicht nur Eier, sondern mit der betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) für März 2026 doch mal versteckte Informationsschätze in ihrem Unternehmen! Die BWA ist ein unterschätztes Steuerungsinstrument und nutzt Daten des Unternehmens, die ohnehin jeden Monat vorhanden sind. So zeigt sich früh, ob das Geschäft stabil läuft oder gegengesteuert werden muss. Mit einer BWA ihres ETL-Steuerberaters mit nur wenigen Kennzahlen können Sie diese „Osterschätze“ heben.

Was ist eine BWA und wofür wird sie genutzt?

Die BWA ist eine monatliche Auswertung, in der Erlöse, Kosten und das Ergebnis eines Unternehmens in strukturierter Form dargestellt werden. Durch den Vergleich der aktuellen Zahlen mit dem Vormonat, dem Vorjahr oder der Planung können frühzeitig Trends und Abweichungen in der Entwicklung des Unternehmens erkannt werden. Und das, bevor der Jahresabschluss vorliegt. Allerdings hängt die Qualität der Kennzahlen auch von der Qualität der Buchhaltung ab. Fehlende Abgrenzungen oder verspätete Buchungen von Belegen können die Ergebnisse verzerren.

Welche Informationen stecken in der BWA?

In der BWA werden die Umsätze und ihre Zusammensetzung den wesentlichen Kostenblöcken gegenübergestellt. Dies sind häufig der Waren- oder Materialeinsatz, die Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen. Daraus ergibt sich ein Betriebsergebnis. Doch ein Gewinn am Ende der Gegenüberstellung bedeutet nicht automatisch, dass auch Geld auf dem Konto angekommen ist.

Hohe Forderungen an Kunden und Geschäftspartner, fällige Steuernach- oder Vorauszahlungen und hohe Lagerbestände haben Einfluss auf die Liquidität, also die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Deshalb ist es wichtig, auch die Bankkonten und offenen Posten immer mit im Blick zu behalten.

Welche Teile der BWA sind besonders wichtig für Unternehmer?

Der größte Informationsgewinn entsteht durch Vergleiche. Ein monatlicher Vergleich zeigt, ob und welche Kostenpositionen steigen, ob die Marge schwankt oder ob das Ergebnis saisonal typisch verläuft. Ein genauer Blick auf die einzelnen Kostenpositionen wie Fremdleistungen, Energiekosten oder den Fuhrpark lohnt daher, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Der Vergleich zum Vorjahr ordnet ein, ob echte strukturelle Veränderungen vorliegen.

Zusätzlich hilft der Vergleich zur Planung, weil damit erkennbar wird, ob Ziele realistisch erreicht werden können oder gegengesteuert werden muss.

Welche betriebswirtschaftlichen Kennzahlen aus der BWA sind am wichtigsten?

Für eine schnelle Einordnung reichen meist wenige Kennzahlen. Der Rohertrag bzw. die Rohertragsquote zeigen, wie viel von dem Umsatz nach Abzug des Waren- oder Materialeinsatzes im Unternehmen verbleibt. Eine sinkende Quote bei gleichbleibenden Umsätzen kann mehrere Ursachen haben. In Frage kommen hier beispielsweise gestiegene Einkaufspreise oder höhere Personalkosten.

Die Personalkostenquote beschreibt das Verhältnis der Personalkosten zum Unternehmensumsatz. Doch nicht automatisch ist eine hohe Quote schlecht und eine geringe Quote gut. Wichtig ist hier der Branchenvergleich. Während in der Gastronomie eher höhere Quoten typisch sind, da die Leistungen mit viel Personaleinsatz erbracht werden, sind in der Industrie oder in stark automatisierten Unternehmen geringere Quoten üblich. Ein Branchenvergleich, ggf. auch regional, kann hier Aufschluss geben, wie das eigenen Unternehmen im Vergleich dasteht. Die Ursachenklärung entsteht dann durch den Blick in die Prozesse. Die ETL-Steuerberater verfügen für verschiedene Branchen, insbesondere im Gesundheitswesen und der Hotellerie und Gastronomie über entsprechende Branchenvergleiche.

Wie können Fixkosten bei der Unternehmenssteuerung helfen?

Viele Ergebnisrückgänge haben nicht die eine Ursache, sondern sind eine Kombination aus mehreren Faktoren. Typisch sind steigende Ausgaben für Energie, Fuhrpark, Versicherungen, IT oder wiederkehrende Dienstleistungen, die über Monate hinweg langsam ansteigen. Solche schleichenden Kostensteigerungen werden in der BWA sichtbar, wenn einzelne Kostenarten regelmäßig im Vergleich zum Vorjahr ansteigen.

So können steigende Fremdleistungen auf fehlende Kapazitäten oder ineffiziente Prozesse hindeuten. Auch Zins- und Finanzierungskosten können ein wichtiges Signal sein, beispielsweise auf geringere Liquidität infolge eines ineffektiven Mahnwesens oder zu hoher Lagerbindung.

BWA monatlich nutzen statt nur ablegen

Eine regelmäßige Auswertung der BWA nach festgelegten Punkten hilft Unternehmern, frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Wichtig sind auch klare Verantwortlichkeiten. Wer prüft welche Position und welche unterstützenden Unterlagen sollten dafür vorliegen? Die Auswertung sollten Unternehmer dann zusammen mit ihrem Steuerberater vornehmen, damit branchenspezifische Besonderheiten sowie Saisoneffekte in der Auswertung berücksichtigt werden können.

Fazit

Die BWA liefert zeitnah wichtige Informationen darüber, wie sich Ertrag, Kostenstruktur und unternehmerische Risiken entwickeln. Dabei reichen bereits wenige Kennzahlen aus, sofern sie Monat für Monat konsequent verglichen und nachvollziehbar erklärt werden. Entscheidend ist eine gleichbleibend gute Buchungsqualität. Dadurch wird die BWA vom „Zahlensalat“ zum echten Steuerungsinstrument.

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Steuern & Recht
30.03.2026

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Suchen Sie an Ostern nicht nur Eier, sondern mit der betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) für März 2026 doch mal versteckte Informationsschätze in ihrem Unternehmen! Die BWA ist ein unterschätztes Steuerungsinstrument und nutzt Daten des Unternehmens, die ohnehin jeden Monat vorhanden sind. So zeigt sich früh, ob das Geschäft stabil läuft oder gegengesteuert werden muss. Mit einer BWA ihres ETL-Steuerberaters mit nur wenigen Kennzahlen können Sie diese „Osterschätze“ heben.

Was ist eine BWA und wofür wird sie genutzt?

Die BWA ist eine monatliche Auswertung, in der Erlöse, Kosten und das Ergebnis eines Unternehmens in strukturierter Form dargestellt werden. Durch den Vergleich der aktuellen Zahlen mit dem Vormonat, dem Vorjahr oder der Planung können frühzeitig Trends und Abweichungen in der Entwicklung des Unternehmens erkannt werden. Und das, bevor der Jahresabschluss vorliegt. Allerdings hängt die Qualität der Kennzahlen auch von der Qualität der Buchhaltung ab. Fehlende Abgrenzungen oder verspätete Buchungen von Belegen können die Ergebnisse verzerren.

Welche Informationen stecken in der BWA?

In der BWA werden die Umsätze und ihre Zusammensetzung den wesentlichen Kostenblöcken gegenübergestellt. Dies sind häufig der Waren- oder Materialeinsatz, die Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen. Daraus ergibt sich ein Betriebsergebnis. Doch ein Gewinn am Ende der Gegenüberstellung bedeutet nicht automatisch, dass auch Geld auf dem Konto angekommen ist.

Hohe Forderungen an Kunden und Geschäftspartner, fällige Steuernach- oder Vorauszahlungen und hohe Lagerbestände haben Einfluss auf die Liquidität, also die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Deshalb ist es wichtig, auch die Bankkonten und offenen Posten immer mit im Blick zu behalten.

Welche Teile der BWA sind besonders wichtig für Unternehmer?

Der größte Informationsgewinn entsteht durch Vergleiche. Ein monatlicher Vergleich zeigt, ob und welche Kostenpositionen steigen, ob die Marge schwankt oder ob das Ergebnis saisonal typisch verläuft. Ein genauer Blick auf die einzelnen Kostenpositionen wie Fremdleistungen, Energiekosten oder den Fuhrpark lohnt daher, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Der Vergleich zum Vorjahr ordnet ein, ob echte strukturelle Veränderungen vorliegen.

Zusätzlich hilft der Vergleich zur Planung, weil damit erkennbar wird, ob Ziele realistisch erreicht werden können oder gegengesteuert werden muss.

Welche betriebswirtschaftlichen Kennzahlen aus der BWA sind am wichtigsten?

Für eine schnelle Einordnung reichen meist wenige Kennzahlen. Der Rohertrag bzw. die Rohertragsquote zeigen, wie viel von dem Umsatz nach Abzug des Waren- oder Materialeinsatzes im Unternehmen verbleibt. Eine sinkende Quote bei gleichbleibenden Umsätzen kann mehrere Ursachen haben. In Frage kommen hier beispielsweise gestiegene Einkaufspreise oder höhere Personalkosten.

Die Personalkostenquote beschreibt das Verhältnis der Personalkosten zum Unternehmensumsatz. Doch nicht automatisch ist eine hohe Quote schlecht und eine geringe Quote gut. Wichtig ist hier der Branchenvergleich. Während in der Gastronomie eher höhere Quoten typisch sind, da die Leistungen mit viel Personaleinsatz erbracht werden, sind in der Industrie oder in stark automatisierten Unternehmen geringere Quoten üblich. Ein Branchenvergleich, ggf. auch regional, kann hier Aufschluss geben, wie das eigenen Unternehmen im Vergleich dasteht. Die Ursachenklärung entsteht dann durch den Blick in die Prozesse. Die ETL-Steuerberater verfügen für verschiedene Branchen, insbesondere im Gesundheitswesen und der Hotellerie und Gastronomie über entsprechende Branchenvergleiche.

Wie können Fixkosten bei der Unternehmenssteuerung helfen?

Viele Ergebnisrückgänge haben nicht die eine Ursache, sondern sind eine Kombination aus mehreren Faktoren. Typisch sind steigende Ausgaben für Energie, Fuhrpark, Versicherungen, IT oder wiederkehrende Dienstleistungen, die über Monate hinweg langsam ansteigen. Solche schleichenden Kostensteigerungen werden in der BWA sichtbar, wenn einzelne Kostenarten regelmäßig im Vergleich zum Vorjahr ansteigen.

So können steigende Fremdleistungen auf fehlende Kapazitäten oder ineffiziente Prozesse hindeuten. Auch Zins- und Finanzierungskosten können ein wichtiges Signal sein, beispielsweise auf geringere Liquidität infolge eines ineffektiven Mahnwesens oder zu hoher Lagerbindung.

BWA monatlich nutzen statt nur ablegen

Eine regelmäßige Auswertung der BWA nach festgelegten Punkten hilft Unternehmern, frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Wichtig sind auch klare Verantwortlichkeiten. Wer prüft welche Position und welche unterstützenden Unterlagen sollten dafür vorliegen? Die Auswertung sollten Unternehmer dann zusammen mit ihrem Steuerberater vornehmen, damit branchenspezifische Besonderheiten sowie Saisoneffekte in der Auswertung berücksichtigt werden können.

Fazit

Die BWA liefert zeitnah wichtige Informationen darüber, wie sich Ertrag, Kostenstruktur und unternehmerische Risiken entwickeln. Dabei reichen bereits wenige Kennzahlen aus, sofern sie Monat für Monat konsequent verglichen und nachvollziehbar erklärt werden. Entscheidend ist eine gleichbleibend gute Buchungsqualität. Dadurch wird die BWA vom „Zahlensalat“ zum echten Steuerungsinstrument.