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Start in ein neues Ausbildungsjahr - Das müssen Arbeitgeber beachten

Es ist es wieder soweit: Der Start in das Ausbildungsjahr 2019/2020 steht bevor. Auch wenn sich das Prozedere für die meisten Arbeitgeber alljährlich wiederholt, lohnt es, sich zwischendurch immer mal wieder über die aktuellen Rahmenbedingungen zu informieren. Arbeitsrechtliche Besonderheiten Für noch nicht volljährige Auszubildende müssen Ausbildungsbetriebe das Jugendarbeitsschutzgesetz bezüglich Arbeitszeit, Urlaubsanspruch und Probezeit beachten. So haben Auszubildende unter 18 Jahre beispielsweise Anspruch auf bis zu 30 Tage bezahlten Erholungsurlaub. Endet ein Ausbildungsverhältnis nach dem 30. Juni des laufenden Jahres, dann hat der Auszubildende sogar Anspruch auf den vollen Jahresurlaub.

Angemessene Vergütung zahlen

Auch wenn Auszubildende natürlich immer schon Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung haben und Arbeitgeber bestehende Tarifverträge beachten müssen – Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn (9,19 Euro je Zeitstunde in 2019) besteht dabei bis zum heutigen Zeitpunkt nicht. Doch das soll sich ändern. Auch Auszubildende sollen künftig von einem Mindestlohn profitieren. Das Bundeskabinett hat hierzu entschieden, Auszubildenden ab dem Jahr 2020 einen Mindestlohn bzw. eine Mindestausbildungsvergütung zukommen zu lassen. Die Rede ist von 515 EUR monatlich für Auszubildende im ersten Lehrjahr. Dieser Betrag soll in den Folgejahren angepasst werden auf 550 Euro im Jahr 2021, 585 Euro im Jahr 2022 und 620 Euro im Jahr 2023. Auch der Mindestsatz für Auszubildende im zweiten, dritten und vierten Lehrjahr soll gestaffelt werden.

ELStAM müssen regelmäßig abgerufen werden

In jedem Fall ist die Ausbildungsvergütung steuerpflichtiger Arbeitslohn. Der Arbeitgeber muss also für jeden Auszubildenden die ELStAM (Elektronische Lohnsteuer-Abzugsmerkmale) abrufen und monatlich eine Lohnabrechnung durchführen. Auch eine zusätzlich gewährte Prämie für gute Ausbildungsleistungen oder bei Lehrabschluss gehört zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Bei einem dualen Studium sind gezahlte Ausbildungsvergütungen ebenfalls steuerpflichtig, nicht jedoch vom Arbeitgeber übernommene Studiengebühren. Diese sind steuerfrei.

Sozialversicherungsbeiträge sind abzuführen

Auszubildende unterliegen der Sozialversicherungspflicht, d. h. es sind Beiträge zur Kranken-, Pflege, Renten- und Arbeitslosenversicherung zu zahlen. Bis zu einer Ausbildungsvergütung von monatlich 325 Euro brutto muss der Arbeitgeber die vollen Beiträge zur Sozialversicherung alleine tragen. Bei Ausbildungsvergütungen über 325 Euro teilen sich Arbeitgeber und Auszubildender diese Beiträge hälftig. Teilnehmer an dualen Studiengängen sind Auszubildenden hierbei im Übrigen gleichgestellt.

Sonderregelung Mini- oder Midi-Job gilt nicht für Azubis

Auszubildende gelten nicht als sozialversicherungsfrei geringfügig Beschäftigte, d. h. sie sind auch bei einer Ausbildungsvergütung von bis zu 450 Euro monatlich keine Mini-Jobber. Auch die sogenannte Gleitzonenregelung, wonach bei Vergütungen im Midi-Job-Bereich bis 1.300 Euro) der Beitragsanteil für den Arbeitnehmer nur langsam bis zum hälftigen Beitrag ansteigt, kann für Auszubildende nicht angewendet werden.

Jobtickets, steuerfreie Erstattungen und Sachbezüge auch bei Auszubildenden möglich

Wie bei allen anderen Angestellten kann der Arbeitgeber auch seinen Auszubildenden steuerfreie Erstattungsleistungen zukommen lassen, wie beispielsweise für als Dienstreisekosten abziehbare Fahrtkosten. Seit Jahresanfang 2019 können Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern und somit auch ihren Auszubildenden sogar das komplette Job-Ticket bezahlen oder einen Zuschuss dafür leisten, ohne dass Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge anfallen.

Voraussetzung ist, dass die Leistungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Ausbildungslohn erbracht werden (Entgeltumwandlungen sind nicht begünstigt) und Aufwendungen für ein öffentliches Verkehrsmittel im Linienverkehr entstehen. Die Tickets dürfen auch für private Fahrten genutzt werden. Die Steuerbegünstigung gilt allerdings nur für Privatfahrten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Im Fernverkehr sind nur die Fahrscheine für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte steuerfrei.

Daneben sind steuerfreie Sachbezüge bis zu 44 Euro monatlich möglich. Auch eine pauschal mit 25 % (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) versteuerte Erholungsbeihilfe bis zu 156 Euro pro Jahr für Ledige und ggf. zusätzlich 52 Euro für jedes Kind sowie 104 Euro für den Ehepartner kann gezahlt werden.

Steuerberaterin

Jana Schubert

Dipl.-Agrarökonom, Zertifizierte Beraterin für das Hotel- und Gaststättengewerbe (IFU/ISM gGmbH)

Jana Schubert

Jana Schubert ist spezialisiert auf die Beratung von Hoteliers und Gastronomen bei der

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