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Nicht nur Bares ist Wahres: Steuerfreie Extras motivieren jede Generation

Früher war alles anders. Zu Zeiten, als Handwerk noch goldenen Boden hatte, das Hotel oder Restaurant den Flair der großen weiten Welt verströmte und auf der Hitliste der Berufe noch weit oben stand. Damals bewarben sich so viele junge Menschen bei Hoteliers und Gastronomen um eine Ausbildung oder Anstellung, dass nicht jeder auch das Glück hatte, ausgewählt zu werden. Diese Zeiten sind lange vorbei. Heute ist es genau andersherum. Neben dem allgemeinen Fachkräftemangel, der in durchweg allen Branchen vertreten ist, liegt das zu einem großen Teil jedoch auch an den Generationen selbst, die gerade jetzt in den Arbeitsmarkt eintreten.

Denn die sogenannten Generationen Y und Z haben ganz andere Werte und Erwartungen als ihre Vorgänger. Während die Generation X (geboren zwischen 1960 und 1980) als ehrgeizig, ambitioniert und dabei dennoch zurückhaltend galt, brachte die Generation Y technologieaffine, ichbezogene und oft weniger mit ihrem Arbeitgeber verbundene Vertreter hervor. Die nun folgende Generation Z (geboren ab 1995) bringt wiederum noch andere Voraussetzungen für das Berufsleben mit. Sie ist die erste Generation, die durchweg in einer digitalen Welt aufgewachsen ist. Und sie ist auch eine Generation, die in ihren jeweiligen Familien stets im Mittelpunkt stand, entsprechend gehört, motiviert und gelobt wurde. Die Vertreter der Generation Z sind selbstbewusst und fordernd und wollen vor allem eine optimale Work-Life-Balance hinbekommen.

Hoteliers und Gastronomen werden als Arbeitgeber dadurch vor ganz neue Herausforderungen gestellt, denn sie müssen sich neue Mittel und Wege ausdenken, um die Motivation bei den potenziellen neuen Mitarbeitern entsprechend hochzuhalten. Und diese hängt nicht zuletzt natürlich auch von deren Vergütung ab. Dabei sprechen wir hier nicht von einer leistungsgerechten Entlohnung, die eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Wir sprechen von kleinen Geschenken, von Extras, die beim Mitarbeiter gut ankommen und bei anderen Arbeitgebern eben keine Selbstverständlichkeit sind.

Mit Netflix, Spotify & Co. die Freizeit versüßen

Netflix statt fernsehen, spotify statt Radio hören –  Streamingdienste stehen nicht nur bei der Generation Z ganz weit vorn. Doch es kostet einiges zusätzlich. Und so leistet es sich vielleicht nicht jeder, neben den obligatorischen GEZ-Gebühren. Warum sich das als Arbeitgeber nicht zunutze machen? Denn zusätzlich zum Barlohn können Hoteliers und Gastronomen ihren Auszubildenden und Mitarbeitern monatlich einen Warengutschein oder eine Einkaufskarte im Wert von maximal 44 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei zukommen lassen.

Der Warengutschein gilt dann als Sachbezug und ist steuer- und sozialversicherungsfrei. Ob der Gutschein für einen Streaming-Dienst, den Elektronik-Fachmarkt oder ein Einzelhandelsgeschäft ist, spielt dabei keine Rolle, solange der Gutschein nicht in Bargeld zurückgetauscht werden kann. Insofern kann der Arbeitgeber nicht nur den Netflix-Abend, sondern auch die passende Verpflegung mit Chips & Co. sponsern. Der Mitarbeiter muss den Gutschein noch nicht einmal zwangsläufig sofort einlösen, sondern kann mehrere Gutscheine sammeln und zu einem späteren Zeitpunkt für eine größere Anschaffung nutzen. In der Lohnabrechnung müssen die 44 Euro aber zwingend monatlich berücksichtigt werden.

Achtung: Gutscheine, die in Bargeld eingetauscht werden können, sind keine Sachbezüge, sondern Barlohn und somit steuer- und sozialversicherungspflichtig. Und noch eine Falle: Werden in einem Monat neben einem 44-Euro-Gutschein weitere Sachbezüge gewährt, sind die kompletten Sachbezüge steuer- und sozialversicherungspf lichtig und nicht nur der übersteigende Betrag.

Ohne Smartphone ist alles nichts

Ohne passendes Smartphone oder Tablet machen Netflix, Spotify und Co. natürlich nur halb so viel Spaß. Ganz billig sind diese Kommunikationsgeräte natürlich trotzdem nicht. Auch hier kann der Hotelier oder Gastronom glänzen und seinen Auszubildenden und Mitarbeitern die gewünschte Technik zusätzlich zum Streaming-Abo steuer- und sozialversicherungsfrei auch zur privaten Nutzung überlassen, vorausgesetzt natürlich, diese Geräte können grundsätzlich betrieblich auch sinnvoll genutzt werden. Dies gilt sogar unabhängig vom Verhältnis der beruflichen zur privaten Nutzung und vom Wert der überlassenen Technik. Die Überlassung der Geräte hat dabei für den Arbeitgeber einen weiteren Vorteil, denn er sichert sich so auch die bessere Erreichbarkeit seiner Mitarbeiter.

Achtung: Wichtig ist in jedem Fall, dass der Arbeitgeber die Geräte seinen Mitarbeitern nicht schenkt, sondern nur zur Verfügung stellt, da es sich sonst um einen steuerpf lichtigen Sachbezug handelt. Hoteliers und Gastronomen können sich aber auch bis zu 50 Euro im Monat an den Kosten für den privaten Telefon- bzw. Internetanschluss ihrer Mitarbeiter beteiligen und diesen Zuschuss pauschal versteuern. Dies können sowohl Zuschüsse zu den Grundgebühren als auch zu den privaten laufenden Gebühren oder einer Flatrate sein. Der Mitarbeiter muss dem Arbeitgeber lediglich nachweisen, dass ihm entsprechende Kosten entstanden sind. Der Arbeitgeber hat den jeweiligen Nachweis dann zum Lohnkonto zu nehmen.

Einmal im Jahr ein Wellnessurlaubstag

Um die Work-Life-Balance optimal zu gestalten, darf die Erholung natürlich nicht fehlen. Kleine Auszeiten für Spa- oder Thermenbesuche stehen hoch im Kurs. Wie wäre es da mit einem vom Arbeitgeber gesponserten Wellnessurlaubstag für seine Mitarbeiter? Bis zu 156 Euro jährlich kann der Hotelier oder Gastronom seinem Mitarbeiter (auch Mini-Jobber) in Form einer sogenannten Erholungsbeihilfe zukommen lassen. Ist der Mitarbeiter verheiratet, kommen noch einmal 104 Euro für den Ehegatten hinzu und weitere 52 Euro für jedes steuerlich berücksichtigungsfähige Kind. Für den Mitarbeiter ist die Erholungsbeihilfe hierbei komplett steuer- und sozialabgabenfrei. Nur der Hotelier oder Gastronom muss sie mit 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer pauschal lohnbesteuern. Sozialversicherungsbeiträge fallen aber auch für ihn nicht an.

einzige voraussetzung: Die Zahlung der Erholungsbeihilfe muss in einem zeitlichen Zusammenhang mit dem Urlaub des Mitarbeiters stehen. Als Faustregel gilt hier ein Dreimonatszeitraum. Es muss darüber hinaus sichergestellt sein, dass das Geld auch für Erholungszwecke verwendet wurde. Dies sollte sich der Arbeitgeber von seinem Mitarbeiter schriftlich bestätigen lassen und diesen Nachweis zu den Lohnunterlagen legen. Für erwachsene Kinder des Arbeitnehmers, die sich noch in Ausbildung befinden und zu Hause wohnen, sollte die Schul-, Ausbildungs- oder Studienbescheinigung ebenfalls zu den Lohnakten genommen werden.

Natürlich sind dies nur einige Möglichkeiten, die der Hotelier oder Gastronom nutzen kann, um seine Mitarbeiter positiv zu überraschen. In punkto Mitarbeiterbindung lohnt es sich auf jeden Fall.

Achtung: Bei allem darf jedoch nicht vergessen werden, dass auch Sachzuwendungen und sonstige Leistungen an das eigene Personal für den Hotelier oder Gastronom in der Regel umsatzsteuerpflichtig sind. Das gilt selbst dann, wenn diese lohnsteuer- und sozialabgabenfrei sind. Die Umsatzsteuer sollte daher nie außer Acht gelassen werden. Allerdings kann der Unternehmer auch die in Rechnung gestellte Vorsteuer abziehen. Sprechen Sie daher stets vorab mit Ihrem Steuerberater.

Steuerberater

Dirk Maier

Dirk Maier

Dirk Maier ist spezialisiert auf die Beratung von Hoteliers und Gastronomen bei der

ETL ADHOGA Steuerberatungsgesellschaft AG
Niederlassung Höchberg
Am Klettenrain 8
97204 Höchberg
Telefon: (0931) 406600
E-Mail: info@schwarz-stb.de

 


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