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Elektromobilität: 100 % Strom statt 50 % Lohnabzüge

Der ideale Arbeitnehmer muss leistungsbereit sein und zuverlässig, jederzeit einsatzbereit und mobil. Vor allem aber muss er motiviert sein, denn seine Arbeit bestimmt zu einem großen Teil den Unternehmenserfolg. Dabei lässt sich das eine sehr wohl mit dem anderen verbinden, denn bereits seit dem Jahr 2017 können private Elektro-/Hybridfahrzeuge des Arbeitnehmers steuer- und sozialversicherungsfrei im Betrieb des Arbeitgebers aufgeladen werden. Dies gilt im Prinzip auch für Elektrofahrräder.

Auch die zeitweise Überlassung einer betrieblichen Ladevorrichtung an den Arbeitnehmer ist steuer- und sozialversicherungsfrei. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer sogar eine Ladestation übereignen oder einen Zuschuss zu einer solchen Ladeeinrichtung beisteuern. Dieser Vorteil muss dann jedoch mit 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag (insgesamt als 26,375 Prozent) pauschal versteuert werden.

Wichtig ist hierbei, dass die Vorteile zusätzlich zum ohnehin vereinbarten Arbeitslohn gewährt werden – Gehaltsumwandlungen sind somit nicht begünstigt. Diese Regelungen sind zunächst bis einschließlich 2020 befristet. Obwohl eine Verlängerung der Regelungen bis zum Jahr 2030 im Gespräch ist, sollte insbesondere bei der beabsichtigten Übereignung einer Ladestation spätestens Ende 2020 gehandelt werden.

Etwas kurios und verwirrend ist an den Regelungen noch, dass zwar das Aufladen eines privaten Pkw im Betrieb lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei möglich ist, nicht jedoch das Aufladen eines privaten Pkw im privaten Umfeld des Arbeitnehmers. Solche Kostenübernahmen oder Zuschüsse sind grundsätzlich steuerpflichtig. Allerdings kann man hier gegebenenfalls auf die sogenannte 44-Euro-Grenze für Sachbezüge zurückgreifen, um Lohnsteuern, den Solidaritätszuschlag, die Kirchensteuern und Sozialversicherungsbeiträge zu sparen. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer lediglich Anspruch auf einen Sachbezug (hier: elektrischer Strom) hat und dass die Freigrenze von 44 Euro monatlich insgesamt nicht überschritten wird. Achtung: Hier sind in der Regel alle Sachbezüge zusammenzurechnen! Selbst bei nur geringfügigem Überschreiten der 44-Euro-Grenze sind alle Sachbezüge voll lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.

Aber selbst wenn die Grenze nicht überschritten wird, müssen die Zuschüsse des Arbeitgebers auf die Entfernungspauschale des Arbeitnehmers angerechnet werden, so dass dessen abzugsfähige Werbungskosten gegebenenfalls sinken. Wurde die 44-Euro-Grenze bereits anderweitig ausgeschöpft, könnte der Arbeitgeber die Zuschüsse alternativ auch pauschal mit 15 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag versteuern (Gesamtbelastung des Arbeitgebers: 15,825 Prozent). Auch hier müssen die Zuschüsse oder Vorteile bei der Einkommensteuererklärung des Arbeitnehmers auf die Entfernungspauschale angerechnet werden.

Viel einfacher ist es hingegen, wenn dem Arbeitnehmer ein betriebliches Fahrzeug überlassen wird. Denn dann ist nicht nur das Laden im Betrieb steuer- und sozialversicherungsfrei, sondern auch das Laden im privaten Umfeld des Arbeitnehmers kann vom Arbeitgeber als steuer- und sozialversicherungsfreier Auslagenersatz bezuschusst werden.

Für ein betriebliches Elektrofahrzeug kann der Arbeitgeber ohne weiteren Nachweis pauschal 50 Euro monatlich zahlen, sofern im Betrieb keine Lademöglichkeit besteht. Bei einem Hybridfahrzeug können 25 Euro steuerunschädlich ersetzt werden. Sofern es im Betrieb des Arbeitgebers eine Lademöglichkeit gibt, können für ein Elektroauto immerhin noch 20 Euro beziehungsweise 10 Euro für ein Hybridfahrzeug gezahlt werden.

Steuerberaterin

Claudia Heiland

Zertifizierte Beraterin für das Hotel- und Gaststättengewerbe

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Claudia Heiland ist spezialisiert auf die Beratung von Hoteliers und Gastronomen bei der

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